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Achtung

Ab sofort bleibt der SCC-Ruhr Montags geschlossen, wir haben nun Mittwochs und Samstags geöffnet. Hier die genauen Öffnungszeiten.

Wie alles begann

 

So ungefähr Anfang der 70er Jahre bekam unser Präsident Andreas (ja, so alt ist der schon und sieht dabei noch viel älter aus) zu Weihnachten seine erste Carrera-Grundpackung. Damals hiessen die Evo-/ Exclusivschienen noch Carrera 124er. In den darauf folgenden Jahren wuchsen Bahn und Fuhrpark bei jedem Geburtstag und Weihnachtsfest ein wenig mehr. Mitte bis Ende der 70er (so genau weiss unser Präsi das nicht mehr) änderten sich seine Interessen dann schlagartig. Fussball und Mädchen oder auch in anderer Reihenfolge standen auf einmal im Vordergrund. Die Carrerabahn landete von Muttern gut eingepackt auf (fast) Nimmerwiedersehen im Keller.

Und jetzt kommt es, und wie immer sind die Frauen schuld. Carmen (Anmerkung der Redaktion: die Gattin unseres Präsis) hatte Andreas, aus welchen Gründen auch immer, schon jahrelang bedrängt doch mal wieder die alte Carrerabahn aufzubauen. Im November 2001 hatte sie ihn dann so weit. Schliesslich waren die Drillinge von Krishna (im Verein auch unsere „schwarze Mamba“ genannt) mittlerweile schon 5 Jahre und somit „renntauglich“. Also rauf auf den Dachboden (dort war die Bahn mittlerweile gelandet und Gott sei Dank nicht auf dem Flohmarkt oder in der Mülle, denn früher gab‘s noch kein ebay), Schienen, Autos und Zubehör runter, alles kurz entstaubt und aufgebaut.

Ergebnis: es funktionierte alles (einigermassen). Eben alte Carrera-Qualität. Gut, die alten Autos waren schon ein bisschen „eingerostet“, aber sie funktionierten. Später, nachdem sie ein bisschen geölt und neue Reifen aufgezogen waren, liefen sie einwandfrei und wie neu.

Für die Kinder war es nur ein „Spielzeug“, aber unser Präsi war wieder sofort genauso fasziniert wie zu jenem denkwürdigen Heiligabend in den 70ern. Das soll aber nicht heissen, das er jetzt den Frauen* (immer noch aktiv) und dem Fussball (nur noch passiv) abgeschworen hat. P.S.: die Drillinge durften und dürfen natürlich auch mal spielen.

Heiss wie Hulle rannte unser Präsi in den nächsten Tagen los, und kaufte noch ein paar Schienen und neue 1:32 Autos hinzu. Und dann? Dann kamen zuerst Krishna (die schwarze Mamba), dann Dirk (Mr. Slowfinger) und nur 2-3 Tage später schliesslich Christian (the white giant) nur mal so zum reingucken vorbei und waren sofort vom Slotcar-Virus befallen.

Schliesslich war es soweit. Es war der 29.06.2002 und Carmens Geburtstagsfeier. Ein denkwürdiger Tag. Nach dem ca. 10. Glas König-Pilsener wurde der Slotcar-Club-Ruhr mit zunächst 6 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Das Gründungsprotokoll wurde auf der Rückseite der Tipps für das WM-Endspiel Brasilien-Deutschland, mit Unterstützung unseres Freundes (und Rechtsanwaltes) Dieter aufgesetzt. Im übrigen: diese Idee hatte definitiv nichts, wie einige behaupten, mit der Qualität des ausgeschenkten Bieres zu tun.

Unser Motto: „Alles für den Drücker, alles für den Club“ (Ähnlichkeiten mit anderen Sprüchen dieser Art sind rein zufällig).

Den ersten Austritt aus unserem Kreis hatten wir bereits vor der 1. ordentlichen Mitgliederver- sammlung (die konnten wir natürlich nicht an Carmens Geburtstag abhalten, denn das hätte wohl zu einer grösseren Ehekrise geführt). Auf manche Leute ist eben kein Verlass. Vielleicht wurde aber auch nur die Ernsthaftigkeit unserer Idee unterschätzt. Na egal auch. Dafür ist aber noch Rainer (Codename „Hamster“, weil eher nachtaktiv) mit vollem Enthusiasmus dabei.